Billy Meiers Raumschiff-Fotos

Wir sind bereits mehrfach im JUFOF auf den Schweizer Kontaktler Billy Meier eingegangen. Zuletzt im JUFOF 111, 3‘97, in dem wir belegen konnten, dass ein Foto, das einen Dinosaurier vom Planeten „Neber“ zeigen soll, in Wirklichkeit ein Ausschnitt aus einem Gemälde eines bekannten Paläo-Zeichners aus den 60er Jahren zeigt. Nun kann Billy Meier ein weiterer Schwindel nachgewiesen werden. Billy Meier will vom Oktober 1980 bis August 1981 mehrmals ein Raumschiff der außerirdischen Plejadier fotografiert haben. Einmal bezeichnet er es als „Semjases neustes Strahlschiff“, dann als „7-Meter-Schiff“ und an anderer Stelle als „14-Meter-Schiff“. In allen Fällen handelt es sich um den gleichen Typ. Für unsere Darstellung verwenden wir die Aufnahme 23 aus dem Buch „…und sie fliegen doch!“ (München 1991) von Guido Moosbrugger, einem Vertrauten von Billy Meier. Die Aufnahme stammt laut Angaben vom 22.10.1980 und zeigt „Semjases neustes Strahlschiff über dem Center-Parkplatz schwebend“. Der „Center-Parkplatz“ befindet sich auf dem Gelände des „Semjase-Silver-Star-Centers“ in Hinterschmidrüti in der Schweiz, dem Wohnort Billy Meiers und Sitz der sektenähnlichen Gemeinschaft Meiers.

Semjases Strahlschiff

Die genannte Aufnahme zeigt einige Detailobjekte, die kürzlich einwandfrei identifiziert werden konnten und beweisen, dass es sich bei Semjases Raumschiff zweifelsfrei um ein Modell handelt.

Die Ausschnittvergrößerung zeigt die Detailobjekte

Auf der Cröffelbacher Fachtagung (siehe JUFOF 120, 6’98: 201 f) übergab uns JUFOF-Leser Roger P. Eglin aus Basel zwei Gegenstände, die Billy Meier offensichtlich für den Bau seines Raumschiffmodells verwendet hat. Es handelt sich um einen Blumentopfuntersetzer und einen Regalbretthalter. Beide Teile finden sich präzise in dem Raumschiffmodell wieder.

Herumgedrehter Blumentopfuntersetzer

Regalbretthalter

Die meisten Teile des Modells, so auch der Blumentopfuntersetzer, sind silberfarben lackiert worden. Die Regalbretthalter hingegen wurden im messingfarbenen Originalzustand, sogar mit der dazugehörigen Einsteckhülse, verwendet. Auch wenn aufgrund der Druckqualität die Details hier nicht so deutlich erkennbar sind, ist ein Vergleich der Teile mit dem in dem Buch abgebildeten Foto eindeutig. Die abgeflachte Seite des Regalbretthalters, die auch auf den Meier-Fotos eindeutig zu erkennen ist, hat eine Länge von 18 mm. Danach weist das von Meier gebaute Modell an seiner größten Stelle einen Durchmesser von etwa 50 cm auf. Dies entspricht etwa dem Durchmesser des Deckels eines Plastikfasses, den Meier ebenfalls für den Bau seines Modells verwendet hat (siehe UFO-Kurier Nr. 30, April 1997: 14 ff).

Damit ist ein weiterer Beweis für den Billy-Meier-Schwindel erbracht worden. Wer jetzt immer noch glaubt, Billy Meiers Fotos zeigten reale Raumschiffe oder behauptet, man hätte ihm gefälschte Fotos heimlich „untergeschoben“, um seinen Ruf zu schädigen, verschließt sich jeder nachvollziehbaren Argumentation und bezeugt einmal mehr, dass der Glaube an einer Person weit mehr bewirken kann als die nüchterne Betrachtung einer überprüfbaren Sachlage. Nämlich die Entstehung und die Fortdauer einer sektenähnlichen Gemeinschaft, die Billy Meier zu einem relativ sorgenfreien Leben verholfen hat und ihm ermöglicht, mit vermutlich viel Spaß seine „ver(w)irrten“ Anhänger kräftig hinters Licht zu führen.

Für sein Modell hat Billy Meier mehrere Regalbretthalter aus Messing verwendet. Selbst die Einsteckhülse, in die der Halter steckt, ist eindeutig an „Semjases Strahlschiff“ zu erkennen. Die Struktur des Blumentopfuntersetzers entspricht exakt dem Muster auf „Semjases Strahlschiff“.

Beitrag aus dem JUFOF Nr. 122, 2/1999