Bürgin, Luc: UFOs über der Schweiz (1999)

Bürgin, Luc:
UFOs über der Schweiz
Das Dossier der Luftwaffe

Im vorliegenden Buch untersucht Luc Bürgin sachlich und ohne Scheuklappen kuriose UFO-Fälle über der Schweiz, die uns sehr zum Nachdenken bringen sollten, wie es der Autor des Vorwortes Erich von Däniken zu formulieren versucht. Insbesondere die Verantwortlichen der Medien müsste man dazu veranlassen, über UFOs künftig sachlicher zu berichten.

Luc Bürgin bietet erstmals in seinem Buch Schweizer Augenzeugen das längst überfällige Forum, öffentlich und ohne Häme über ihre ungewöhnlichen Erlebnisse zu berichten. Bestätigung finden diese Aussagen durch freigegebene Radaraufnahmen des eidgenössischen Militärs; Dokumente, die eindrücklich belegen, dass sich auch in der kleinen Schweiz mehr zwischen Himmel und Erde abspielt, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt.

Nicht nur Schweizer Zivilisten kommen in seinem neuen Werk zu Wort, sondern auch Mitglieder des Militärs und anderer Behörden, die sein Buch mit Anzeichen auf ein reales Phänomen untermauern.

Luc Bürgin stellt an Hand seiner Recherchen fest, dass alles darauf hindeutet, dass im EMD (Eidgenössisches Militärdepartment) Informationen über UFOs vorhanden waren, der Öffentlichkeit aber vorenthalten wurden. So konnte durch den Briefkontakt des Chefs des Nachrichtendienstes und Luc Bürgin erstmals festgestellt werden, dass im EMD der Schweizer Luftwaffe bis in die 80er Jahre Interesse am UFO-Thema bestand.

Im weiteren Verlauf geht er auf die widersprüchliche Informationspolitik des EMD ein. Und wie sich herausstellte, tummelten sich auf den zivilen und militärischen Radarschirmen unkonventionelle Echos, die über der Schweiz geortet wurden, die spitze Winkel flogen, plötzlich verschwanden und an anderer Stelle wieder auftauchten.

Im Anschluss daran geht er auf die zahlreichen Zeugenberichte ein und präsentiert dazu einen Katalog einer nichtrepräsentativen Auswahl Schweizer UFO-Vorfälle, die bis heute rätselhaft blieben. Die Berichte stellt der Autor mittels Zeitungsausschnitten und persönlichen Berichten der Beobachter zusammen. Dabei werden 68 Berichte von 1929 bis 1997 aufgezeigt. Die Präsentation dieser kuriosen Einzelfälle ohne statistische Relevanz reichen von silbernen Kugeln, über metallische Teller bzw. Scheiben, bis hin zu Zylindern und Dreiecken.

Aber auch die Zwischenfälle bei der Schweizer Fluggesellschaft Swissair bleiben in seinem Buch nicht unbemerkt. Denn wie er durch seine Nachforschungen zu hören bekam, nimmt man diese störenden Ereignisse bei Swissair durchaus ernst.

Bürgin schweift etwas ab und geht auf den Scharlatan Billy Meier ein, der eine sektenähnliche Gemeinschaft um sich geschart hat. Dabei erwähnt er die Recherchen des Amerikaners Kal Korff, die eindeutig beweisen, Meier sei ein Lügner und Fälscher zugleich.

Fast am Ende seines Werkes angelangt, schildert er die Begegnung der anderen Art, wo Zeugen neben UFO-Sichtungen auch von Wesen menschenähnlicher Gestalt berichteten.

Er schließt UFOs über der Schweiz mit den Worten: „Neben dem „offiziellen“ Wissenschaftsbetrieb wird denn auch die UFO-Forschung im kommenden Jahrtausend neue Wege einschlagen müssen – um Pfade zu erforschen, die nie zuvor von Menschen betreten wurden. Pfade, die uns mit Sicherheit von herkömmlichen Vorstellungen wegführen. Pfade aber auch, die uns den „Anderen“ vielleicht ein kleines Stück näher bringen“.

Mit dieser einzigartigen Dokumentation über ungewöhnliche Erscheinungen im Schweizer Luftraum, belegt er erstmals die UFO-Sichtungen im zivilen und militärischen Bereich des Landes.
Ralf Härtel

224 S., geb, ill., ISBN 3-930219-27-1, DM 39,80

Jochen Kopp Verlag
www.kopp-verlag.de
Rottenburg (1999)

Quelle: JUFOF 128